riem 4.BA

münchen riem
gewofag
2012
2.preis

wohnbebauung mit ca. 200 wohnungen im 4.BA in münchen riem
bauherr GEWOFAG holding gmbh, münchen I landschaft ver.de landschaftsarchitekten
wettbewerb 2012 2.preis

konzept
die städtebauliche grundidee einer gruppierung von häusern um einen leicht erhöhten innenhof wird in unserem entwurf aufgenommen und gestalterisch wie auch räumlich weiterentwickelt. die häuser zeigen sich zum platz- und strassenraum hin als klar ablesbare baukörper mit einer markanten lochfassade und weissen putzoberflächen. zum um 70 cm erhöhten innenhof öffnen sich die häuser über eine vorgestellte balkonskelettschicht und eine in gelborange bzw. rotorange tönen gestaltete putzfassade. zusammen mit dem kräftigen baumdach entsteht eine identitätssiftende mitte, in der gespielt, getroffen, geratscht und aktive nachbarschaft gelebt wird. alle wohnungen orientieren sich mit einem eigenen freibereich in form eines balkons oder einer terrasse zu dieser „grünen mitte“. die erschliessung erfolgt konsequenterweise vom strassenraum über durchgesteckte treppenhäuser oder über die wohnwege der zwei innenhöfe. die im nördlichen baukörper des WA 12 angeordnete eingeschossige kinderkrippe belebt die fassade zum edinburgplatz und ermöglicht aufgrund der lage im erdgeschoss einen problemlosen tagesablauf für kinder und personal. jeder gruppenraum hat unmittelbaren bezug zum garten.

aussenanlagen
jedes baufeld erhält eine grüne mitte, einen halböffentlichen freiraum mit eigener identität. unter einem lichten baumdach befinden sich vielfältige spiel- und nutzungsangebote, welche kinder und erwachsene zum spielen und entspannen einladen. weisse flächen, sogenannte aneignungsfelder, bieten sich für eine gemeinschaftliche nutzung und bepflanzung wie beispielsweise als urban-gardening-flächen an. die gemeinsam organisierte pflanzung, pflege und ernte dient nicht nur der nachhaltigen nahrungsmittelproduktion, sondern trägt auch zum sozialen zusammenhalt der unterschiedlichen bewohnergruppen im quartier bei. belags- und funktionsbänder in ost-westrichtung vernetzen die quartiere untereinander und mit ihrer umgebung. holzdecks mit angrenzendem sandspielbereichen laden die bewohner zum verweilenein. gräserbänder markieren die grenze zwischen halböffentlichem und privatem grün und schaffen einen bezug zum angrenzenden landschaftspark. die freifläche der kindertageseinrichtung gestaltet sich als spielband mit ideenreichen und robusten elementen und nimmt somit bezug zum umliegenden freiraum auf. an jeweils einer stirnseite der gebäude tragen fassadenbegrünungen zu einem angenehmen mikroklima bei und verstärken das gefühl des wohnens im grün.